Land / Diözese: Demokratische Republik Kongo / Kenge
Projekttitel: Mais- und Maniokmühle für Taubstummenschule
Projektsumme / -nummer: 5.700 € / M 115.021-08/009

„Paix, Justice, Travail“ – „Friede, Gerechtigkeit, Arbeit“ lautet der Wahlspruch der Demokratischen Republik Kongo. Für die Mehrheit der Bevölkerung in dem Land, das zwischen 1971 und 1997 den Namen Zaire trug, hat das kaum etwas mit ihrer Lebenswirklichkeit zu tun. Obwohl reich gesegnet mit Bodenschätzen, darunter Diamanten, Kupfer, Gold und Uran, zählt das Land zu den ärmsten der Welt. Die Analphabetenrate beträgt 25 Prozent und die Lebenserwartung der Menschen liegt im Durchschnitt bei etwa 50 Jahren.
Seit dem Sommer 2003 befindet sich das Land nach einem fünfjährigen Bürgerkrieg mit mehreren Millionen Toten in einer Übergangsphase, die im April 2006 zur Durchführung von demokratischen Wahlen führte. In dieser Übergangsphase sollten die Milizen entwaffnet oder in die neue nationale Armee eingegliedert werden. Kindersoldaten sollten zu ihren Familien nach Hause geschickt werden. Aber es ist anders gekommen: Bei weitem nicht alle Rebellentruppen haben sich entwaffnen lassen; vor allem im Osten des Landes terrorisieren sie weiterhin die Bevölkerung. Innerhalb von zwei Monaten wurden 2008 aus dieser Region 200.000 Menschen gewaltsam vertrieben.
Am härtesten trifft es in solchen Situationen immer diejenigen, die auf die Unterstützung anderer Menschen angewiesen sind. Zum Beispiel Menschen mit Behinderung. Die Taubstummenschule Ndwana-Ndinda wurde in den 50er Jahren von einer italienischen Schwesterngemeinschaft gegründet. Die Ordensfrauen kümmerten sich um die Ausbildung und Integration der taubstummen Kinder. Im Jahr 2006 wurde die Verantwortung für die Schule an die Diözese Kenge übergeben, die nun auch alleine für die Kosten aufkommen muss.
Um die tägliche Versorgung der Kinder zu erleichtern, ist der Kauf einer dieselbetriebenen Mais- und Maniokmühle geplant. Gleichzeitig soll damit Mehl für die in der Nachbarschaft wohnenden Familien gemahlen werden, was den Müttern schwere Arbeit abnimmt und gleichzeitig der Schule etwas Einkommen erwirtschaftet. missio wurde um die Finanzierung dieser Maismühle gebeten.
Die Integration von Behinderten ist im kriegsgeschüttelten Kongo ein stark vernachlässigtes Thema. Es sind kirchliche Initiativen, die sich hier besonders engagieren. Jede noch so kleine Chance auf Ausbildung und Integration eröffnet den Kindern ein erfüllteres Leben. Ihre Spende kann dazu ein unersetzlicher Beitrag sein.