Die Nobis-Initiative für Aachener Kinder geht weiter

17.000 Euro für sechs Einrichtungen in Stadt und Kreis Aachen

Zum 150. Firmenjubiläum rief die Aachener Traditionsbäckerei Nobis Printen eine ganz besondere Aktion ins Leben: Die Nobis-Initiative für Aachener Kinder. Elf Kindertagesstätten, Grundschulen und Offene Türen mit rund 1.100 Kindern und Jugendlichen wurden 2008 mit insgesamt 12.000 Euro unterstützt. Gefördert wurden solche Projekte, die nachhaltig die gesunde Ernährung der betreuten Kinder und Jugendlichen sicher stellen. „Wir haben gesehen, wie groß der Bedarf an Unterstützung in Aachen ist und wollten helfen“, so Michael Nobis, Inhaber des Familienunternehmens.

Kooperation mit den Kunden

Jetzt geht die Nobis-Initiative für Kinder in die zweite Runde. Neu ist, dass in diesem Jahr die Kunden der Bäckerei eingebunden wurden: Im Frühjahr hatten sie beim Einkauf die Wahl: Rabatt auf den nächsten Einkauf oder Spende für die Nobis-Initiative. Die meisten Kunden entschieden sich für die Spende, so dass knapp 8.500 Euro zusammenkamen. Nobis Printen verdoppelte diesen Betrag, womit nun 17.000 Euro für Aachener Kinder zur Verfügung stehen. „Mit dieser Summe wollen wir Kinderheime in Stadt und Kreis unterstützen“, erläutert Michael Nobis, „weil wir denken, dass hier, wo Kinder ein zweites Zuhause finden, das Leitmotiv unserer Initiative besonders wichtig ist: gemeinsamer Genuss von gutem und gesundem Essen.“ Die ersten fünf Einrichtungen stehen jetzt als Empfänger von insgesamt 10.000 Euro fest.

„Kochen und Erziehen“ in Maria im Tann

100 Jahre alt wird in diesem Jahr das Aachener Kinderheim Maria im Tann. Über 70 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen drei und 18 Jahren leben hier in Wohngruppen zusammen. Sie kommen aus schwierigen Familienverhältnissen. Oft sind die Eltern suchtkrank oder psychisch erziehungsunfähig. Viele der Jugendlichen bleiben bis zur Volljährigkeit im Heim. Um diesen jungen Leuten den Start in die Selbständigkeit zu erleichtern, planen der Leiter des Heims, Stefan Küpper, und sein Team ein Kombi-Projekt: „Wir wollen unseren Schützlingen in Kochkursen wirtschaftliches, gesundes Kochen beibringen“, erläutert Stefan Küpper. „Gleichzeitig beraten wir sie zu gesunder Ernährung, um sie optimal auf das Leben alleine vorzubereiten.“ Durch die Unterstützung von Nobis Printen werden nun die ersten Schritte in diesem Projekt getan: Ein gruppenfähiger Herd ermöglicht Kochkurse in größerer Runde. Ein Obst-, Gemüse- und Kräutergarten ist geplant – für gesunde Ernährung zum Anfassen.

Grillgenuss im Grünen im Vinzenz-Heim Aachen

Genau 276 Bewohner mit Behinderung leben derzeit im Vinzenz-Heim in Aachen, darunter am Stammsitz in Aachen-Siegel 51 Kinder und Jugendliche mit geistigen, körperlichen oder Mehrfachbehinderungen in sechs Wohngruppen. Das Heimgelände wird momentan umgebaut, ein neues Gebäude für die jungen Bewohner entsteht, das alte wird abgerissen. Die umgebende Grünfläche erhält neue Pflanzen, Bänke und Spielgeräte. „Besonders am Herzen liegt uns aber eine große Grillhütte“, erzählt Horst Thelen, Leiter der Kinder- und Jugendabteilung im Vinzenz-Heim. Auch dank der Unterstützung durch die Nobis-Initiative wird jetzt mit dem Bau der begehrten Hütte begonnen. „Dann können wir unseren Kindern selbst bei kühlerem Herbstwetter noch ein ganz besonderes Genuss-Erlebnis bieten“, freut sich Thelen.

Fröhliche Feste in St. Hermann-Josef

In Alt-Merkstein gibt es einiges zu feiern: Gemeinsame Fußball-Erlebnisse, runde Geburtstage, Kinderkommunion oder Weihnachten sind nur einige Anlässe für die rund 30 Kinder des Kinderheims St. Hermann-Josef und ihre Betreuer, um sich im großen Gemeinschaftssaal zu fröhlichen Festen zu versammeln. Dieser liegt im ersten Stock eines der drei unabhängigen Bungalows auf dem weitläufigen Gelände am Rande Merksteins bei Herzogenrath. „Bei unseren Feiern fällt einiges an Geschirr und Gläsern an“, schmunzelt Bärbel Bartel, die stellvertretende Einrichtungsleiterin. „Daher wünschen wir uns eine Spülmaschine und eigenes Geschirr für diesen Raum, denn natürlich geht immer wieder was kaputt, wenn wir Teller und Gläser hinunter zur nächsten Gemeinschaftsküche tragen müssen.“ Gerne erfüllt Nobis Printen den Kindern diesen Wunsch, damit sie das Zusammensein noch unbeschwerter genießen können. Dass die Kinder sich in dieser herzlichen Atmosphäre wohlfühlen ist wichtig, denn etwa die Hälfte bleibt bis zur Volljährigkeit. Dass sie es auch wirklich tun, zeigt sich daran, dass momentan drei Mitarbeiter des Heims ehemalige Bewohner sind.

Kochen, Essen, Leben im Kinder- und Jugendhilfezentrum Burtscheid

78 Plätze bietet das Kinder- und Jugendhilfezentrum in Burtscheid, zwei Außenwohngruppen und zwei Wohnprojekten ein Zuhause für Kinder, Jugendliche und junge Mütter. Die Wunschliste von Einrichtungsleiter Udo Wilschewski für sein Kinder- und Jugendhilfezentrum Burtscheid ist lang: Küchen müssen renoviert, Geschirr und Geräte, aber auch Schränke und Vitrinen für das Esszimmer müssen angeschafft werden, um die Zubereitung und den gemeinschaftlichen Genuss der Mahlzeiten so zu gestalten, dass die Bewohner sich wie zuhause fühlen: Längst nicht alle Wünsche kann das Heim aus eigener Kraft stemmen, für viele Extras ist Wilschewski auf Spendengelder angewiesen. „Umso mehr freuen wir uns, dass durch die Förderung von Nobis Printen jetzt wieder einige unserer dringlichsten Wünsche in Erfüllung gehen“, strahlt er.

Gemeinsam Alltag genießen: Das Projekt „Feuervogel“

Eine Ausnahme unter den von Nobis Printen geförderten Einrichtungen bildet das gerade gestartete Modellprojekt „Feuervogel“ der Suchthilfe Aachen: Es bietet Kindern suchtkranker Eltern eine Anlaufstelle mit Gesprächen und Hilfe, aber auch die Chance, in Gruppen mit anderen Kindern ganz einfach den Alltag zu genießen, den sie von zuhause nicht kennen. „Eigentlich hatten wir uns zunächst ganz auf Kinderheime konzentriert“, erzählt Michael Nobis. „Doch als wir von diesem Projekt hörten war uns klar: Das ist ein wichtiges, förderungswürdiges Angebot für Kinder aus besonders problematischen familiären Verhältnissen. Das möchten wir unterstützen!“ Mit der Spende werden nun die noch leeren Küchenschränke in den neuen Räumen ausgestattet: Es fehlt an Geschirr, Gläsern und Besteck ebenso wie an Geräten, Töpfen oder Backformen. „Jetzt können wir mit unseren Kindern kochen, Weihnachtsplätzchen oder auch mal einen Geburtstagskuchen backen“, freut sich Marie Gurr, die gemeinsam mit Petra Rachner das Projekt betreut. „So genießen unsere Kinder eigentlich ganz alltägliche, für sie aber leider oft neue Erlebnisse.“ Das Projekt beginnt zunächst mit zwei Gruppen à sieben Kindern, ein Ausbau auf bis zu fünf Gruppen ist geplant.

„Wir freuen uns, wenn wir wieder einigen junge Menschen Freude bereiten können“, resümiert Michael Nobis.

Nobis Initiative - Übergabe in Aachen

Abschluss der Nobis-Initiative für Aachener Kinder 2009

7.000 Euro für das Agnesheim Stolberg

Die Aachener Familienbäckerei Nobis Printen bereitete jetzt dem Agnesheim in Stolberg ein besonderes Geschenk: Im Rahmen der Nobis-Initiative für Kinder 2009 erhält das Kinderheim eine Unterstützung von 7.000 Euro. Die im Jubiläumsjahr 2008 gegründete Initiative unterstützt Einrichtungen für Kinder in Stadt und Kreis Aachen bei Projekten, die nachhaltig die gesunde Ernährung der betreuten Kinder und Jugendlichen sicherstellen. Insgesamt standen hierfür in diesem Jahr 17.000 Euro zur Verfügung: Knapp 8.500 Euro stammen von den Kunden der Traditionsbäckerei, die damit auf einen Einkaufsrabatt verzichteten, Nobis Printen verdoppelte diesen Betrag. „Mit diesem Geld konzentrieren wir unsere Hilfe in diesem Jahr auf die Kinderheime in Stadt und Kreis Aachen“, erzählt Inhaber Michael Nobis. „Viele Kinder und Jugendliche finden hier ein zweites Zuhause und gerade dann ist das gemeinsame, gesunde Essen sehr wichtig.“

Herzenswünsche werden erfüllt

Die ersten 10.000 Euro wurden bereits im September an insgesamt fünf Einrichtungen übergeben: Das Vinzenz-Heim Aachen, St. Hermann-Josef in Herzogenrath-Merkstein, das Jugendhilfezentrum Burtscheid, Maria im Tann sowie – als einzige Ausnahme unter den Kinderheimen – das Projekt „Feuervogel“ der Suchthilfe Aachen freuten sich über neue Küchenausstattungen und Geräte. Weitere 7.000 Euro kommen nun dem Agnesheim in Stolberg zugute. „Wir haben all diese Heime besucht, um uns ein Bild von der Situation vor Ort zu machen. Das Agnesheim in Stolberg hat in unseren Augen besonders hohen Bedarf an Unterstützung“, begründet Michael Nobis diese Entscheidung.

Ein zweites Zuhause

Gemeinsam mit den Eltern kochen oder bei schönem Wetter grillen: Was für die meisten Kinder selbstverständlich ist, ist für die rund 100 Kinder und Jugendlichen im Agnesheim Stolberg die Ausnahme. Die Bewohner der Stolberger Einrichtung und ihrer Außenwohngruppen in Stolberg, Roetgen und Monschau haben ganz unterschiedlich intensiven Kontakt zu ihren Eltern. Manche verbringen fast jedes Wochenende bei ihnen, andere sind zu ihrem Schutz gar anonym untergebracht. Einige landen immer wieder im Agnesheim, und manchmal kommen auch Kinder ehemaliger Bewohner hierher. 75 Mitarbeiter kümmern sich um die kleinen und größeren Schützlinge in teilstationärer Betreuung und in verschiedenen stationären Gruppen. An sieben Tagen die Woche, rund um die Uhr. Finanzielle Herausforderungen sind für das „zweite Zuhause“ deshalb an der Tagesordnung.

Küche und Grillplatz

In der Notaufnahmegruppe des Agnesheims leben Kinder, die von der Polizei außerhalb der Öffnungszeiten des Jugendamts aufgegriffen oder akut aus den Familien geholt wurden. Die meisten bleiben nur wenige Wochen oder Monate, denn von hier aus geht es zu einem festen Heimplatz oder im besten Fall zurück in die Familie. Wie in allen Gruppen wird auch hier mittags gemeinsam gegessen. Die Küche der Notaufnahmegruppe – jener Ort, der Kindern normalerweise besonders viel Gemeinschaft und Gemütlichkeit vermittelt – ist jedoch in schlechtem Zustand. Die Möbel sind alt und beschädigt, sie leiden unter dem enormen Durchlauf an Bewohnern. Durch die Nobis-Initiative wird diese Küche nun durch eine neue, robuste Ausstattung ersetzt. Im Hof entsteht zudem ein überdachter Grillplatz mit neuem Dach, Sitzgelegenheiten und natürlich einem Grill.

Zur rechten Zeit am rechten Ort

Zu allem Überfluss hatte das Agnesheim in diesem Jahr besonderes Pech: Bei einem Unwetter entstand ein erheblicher Wasserschaden in einer gerade renovierten Gruppe. „In dieser Situation können wir die Hilfe von Nobis natürlich besonders gut gebrauchen“, freut sich Kornelia Stöcker. „Ohne diese Mittel hätten wir noch lange auf eine wohnliche Küche für unsere Notaufnahmegruppe warten müssen.“ Für das Familienunternehmen Nobis Printen ist die Initiative für Aachener Kinder eine Herzensangelegenheit. „Es ist schön, dass wir den Kindern mit unseren Mitteln eine Freude machen und einen Teil dazu beitragen können, ihren Alltag ein wenig zu erleichtern“, freut sich Michael Nobis.

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